Sternzeichen
Aszendenten

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Die Tierkreiszeichen oder auch Sternzeichen sind die wichtigsten Bestandteile der Astrologie. Aufgrund der realen Sternbilder, die ebenfalls Tierkreiszeichen genannt werden, wird im astrologischen Bereich meistens der Begriff Sternzeichen verwendet.

Als Astrologie wird die Lehre und Deutung von Konstellationen der Himmelskörper bezeichnet. Die astrologischen Tierkreiszeichen werden ermittelt, indem die jährliche Bahn der Sonne in 12 gleiche Teile aufgeteilt wird. Diese Teilung startet an dem Punkt, an dem die Bahn der Sonne und der Himmelsäquators aufeinandertreffen. Frühlingspunkt lautet die genaue Bezeichnung dieser Schnittstelle. Diese Art der Unterteilung wird ebenfalls unter dem Begriff tropische Einteilung geführt.

Vor über 2700 Jahren entsprach das astrologische Sternbild genau dem realen. Da sich im Laufe der Zeit allerdings planetare Verschiebungen vollzogen, stimmen diese heute nicht mehr überein. Heutzutage befindet sich die Sonne, wenn sie sich zum Beispiel im Sternbild Widder aufhält, zeitgleich im Sternzeichen der Fische.

Die Himmelskörperkonstellation zum Zeitpunkt der Geburt eines Menschen bestimmt das Sternzeichen, ebenso wie den Aszendenten und andere Elemente, die Aufschluss über bestimmte Charaktereigenschaften eines Menschen geben können. Häufig werden die über Sternzeichen gewonnenen Kenntnisse zur Erstellung von Horoskopen und damit zur Bestimmung von Persönlichkeit und Schicksal verwendet.

Geschichte der Astrologie

Die ältesten Belege der Ursprünge der westlichen Astrologie stammen aus dem vierten Jahrhundert v. Chr. und lassen sich im altägyptischen Naos der Dekaden finden. Der Naos ist ein Schrein, der ca. 360 v.Chr. hergestellt wurde. Im Altertum waren Astrologie und Astronomie eng miteinander verknüpft und kaum voneinander abzugrenzen. Erst durch die Etablierung der Astronomie als Naturwissenschaft erfolgte die Unterscheidung.

Die Ägypter und Babylonier, die den Grundstein für die westliche Astrologie legten, nahmen ursprünglich an, dass die Gestirne am Himmel die göttlichen Herrschergestalten darstellten. In der Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. etablierte sich allerdings der Glaube daran, mit Hilfe eines Horoskops das Schicksal einzelner Personen aufgrund der Sternenkonstellation ablesen zu können.

Mit der steigenden Verbreitung des Christentums verloren die astrologischen Werte und das Wissen um diese gleichermaßen an Bedeutung, weil sie in Verbindung mit dem Polytheismus standen. Die Astrologie fand erst wieder in der Renaissance, die sich vom 14. bis zum 17. Jahrhundert erstreckte, Beachtung und wurde sogar als Wissenschaft anerkannt. Im Zuge des Zeitalters der Aufklärung wiederum änderte sich dieser Status und die Lehre der Astrologie wurde weitestgehend als Irrglaube und veralteter Aberglaube abgetan, teilweise sogar verboten. Ab Ende des 19. Jahrhundert befassten sich wieder Forscher und Wissenschaftler mit diesem Gebiet. Bis heute konnte sich seitdem die Astrologie weiterentwickeln.

Eine Form, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der Astrologie entwickelte, ist die Kosmobiologie. Sie versuchte sich von der sogenannten Vulgärastrologie abzugrenzen und untersuchte hauptsächlich die Einflüsse des Alls auf die Lebensprozesse der Erde. Im Gegensatz zur klassischen Astrologie waren sich die Forscher der Kosmobiologie einig, dass sie mit ihren Erkenntnissen nicht die Zukunft deuten könnten.

Seit den 1980ern etablierte sich die Richtung der Neoastrologie. Dieser Astrologiezweig beschäftigt sich mit den tatsächlichen wissenschaftlichen Phänomenen und stellt diese in Bezug zu den Himmelskonstellationen zum Zeitpunkt des Ereignisses. Dadurch sollen die Auswirkungen der wechselseitigen Anziehung von Sonne und Planeten sowie von Sonneneruptionen nachgewiesen, der Einfluss von extraterrestrischen Phänomenen erklärt und Vorhersagen ermöglicht werden.

Horoskope

Horoskope sind heute allgegenwärtig, ob nun in Zeitschriften, Hotlines oder in Form von Büchern und Internetseiten und ca. 30 % der Deutschen glauben fest an die Deutungen von Horoskopen. Immerhin weitere 30 % lesen regelmäßig und aufmerksam ihr Horoskop.

Ein Horoskop stellt die Konstellation von Zeitpunkt, Himmelskörperpositionen, Tierkreiszeichen, Winkelbeziehungen und Himmelsrichtungen dar. Diese wird daraufhin individuell gedeutet. Es gibt viele verschiedene Arten von Horoskopen. Die Bekanntesten und am häufigsten vorkommenden sind: Geburtshoroskop, Elektionshoroskop, Partnerschaftshoroskop auch Beziehungshoroskop genannt und das Zeitungshoroskop.

Das Geburtshoroskop bezieht sich auf eine Person und ermittelt die Deutungsgrundlage von Persönlichkeitsmerkmalen und Schicksalen.

Das Elektionshoroskop wird für einen zukünftigen Zeitpunkt erstellt, um günstige Konstellationen für Unternehmungen zu erfahren. Früher wurden diese für den Bereich kriegerischer Handlungen oder politische Ereignisse erstellt, heute für gewöhnlich für die Bereiche Geld, Liebe und Beruf. Diese Horoskope werden oft zur Rate gezogen, um Verluste zu vermeiden und Vorteile optimal zu nutzen.

Das Partnerhoroskop soll hingegen Aufschluss über zwischenmenschliche Beziehungen geben, also nicht nur, was die Liebespartnerwahl betrifft, sondern auch über Beziehungen z. B. zwischen Geschäftspartnern oder Geschwistern.

In nahezu jeder Zeitung oder Zeitschrift findet man heute ebenfalls ein Horoskop. Diese beziehen sich zumeist auf einen bestimmten Zeitraum, etwa eine Woche oder einen Tag, und geben Hinweise für die Lebensgebieten Geld, Beruf und Liebe. Zeitungshoroskope stellen im Grunde eine Abwandlung des Elektionshoroskop dar. Dabei sind diese Horoskope sehr allgemein gehalten, sodass sie für eine breite Masse interpretiert werden können.

Es gibt viele verschiedene Betrachtungsweisen zur Erstellung von Horoskopen, die sich hauptsächlich dadurch definieren, welche Komponenten und Umstände dabei berücksichtigt werden. Da es aber keine genaue Definition gibt, wie ein Horoskop zu erstellen ist, kann jeder die zu berücksichtigenden Komponenten selber festlegen, wodurch jeder Astrologe zu unterschiedlichen Ergebnisse erlangt.

Einige Astrologen beziehen zum Beispiel weitere Gestirne wie Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter und Saturn in ihre Betrachtung mit ein. Zeitgleich können die Zeiträume, für die das Horoskop erstellt werden, sehr unterschiedlich sein wie z. B. ein Tag, eine Woche oder ein Jahr. Es existieren ebenfalls Mondhoroskope. Hierbei steht der Mond im Mittelpunkt und nicht die Sonne. Dem Mond wird prinzipiell der Einfluss auf Gefühle und inneres Seelenheil zugeschrieben.

Sternzeichen in anderen Ländern

Neben der westlichen Tradition der Sternzeichen und Horoskope gibt es in anderen Ländern und Kulturkreisen eine abweichende Astrologie. Erwähnenswert sind hier vor allem die chinesische und die indische Astrologie.

Die chinesische Astrologie ist genau festgelegt und sehr komplex. Sie beruht auf dem Glauben, dass der Kaiser der Sohn des Himmels sei. Dabei stellt diese keine Astrologie im europäischen Sinn dar, da hier keine Sternenkonstellation interpretiert wird. Vielmehr ist sie eine Verknüpfung vieler unterschiedlicher Elemente wie z. B. dem chinesischen Kalender, den chinesischen Tierkreiszeichen, der Astronomie und der Bedeutung von Ying und Yang.

Die indische Astrologie hingegen bezieht sich nur auf die realen Sternbilder, den astrologischen wird keine Beachtung geschenkt. Des Weiteren werden viele Fixsterne in die Deutung miteinbezogen.

Neben diesen beiden Formen gibt es noch einige weitere, eher unbekannte wie zum Beispiel die afrikanische, tibetische und indianische Astrologie. Die afrikanische Astrologie legt der Deutung Werte wie Familie, Tiere, Naturgewalten und heilige Geschöpfe zugrunde, die tibetische ist eine Mischung aus chinesischer Astrologie und der indisch buddhistischen Karmadoktrin. Die Indianer glauben hingegen an spezielle Totem-Tiere.